Für den Umweltschutz engagieren!

TROTTHEIDE e.V.


Aktuelle Termine - Bekanntmachungen - Fakten


Information vom Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe Brandenburg

Das Monitoring übernimmt dieses Jahr (gekoppelt mit dem Einsatz der von uns verlangten erneuten Einsätze von Passivsammlern) die Firma

SGL Spezial- und Bergbau-Servicegesellschaft Lauchhammer mbH

Mit Herrn Dr. Paschke (Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung) ist alles abgestimmt.
Nach dem ersten gerade gewesenen Termin in der Trottheide ist der zweite Termin für Ende Mai avisiert. Dann wird auch Herr Dr. Paschke und Frau Dr. Kreutziger (Institut für Wasser und Boden Dr. Uhlmann Dresden) mit den Passivsammlern zugegen sein.
 
Ca. Ende April wird der genaue Termin für die Begehung vor Ort bekanntgegeben.

Wir unterstützen die Bürgerinitiative gegen Gasbohren

Der Verein Trottheide e.V. unterstützt die Forderungen der Bürgerinitiative
gegen Gasbohren Zehdenick, Templin, Gransee und spricht sich ebenfalls
gegen die geplanten Gasbohrungen in der Region Zehdenick-Nord aus.
Für weitere Informationen siehe:
 
 

Neue Ideen und erweiternde Aufgaben

Auf der letzten Mitgliederversammlung diskutierten wir über die Zukunft des Vereins. Unstrittig war, dass die Trottheide unsere Achtsamkeit behalten muss und wir das vom Bergamt (LBGR) beauftragte Monitoring (Kontrolle des Seewassers und der Grundwasserleiter) vor Ort und mit den Messergebnissen noch langfristig mitverfolgen sollten.

Darüber hinaus äußerten wir Ideen zum Umweltschutz und zum Bürgerengagement für die gefährdete  Natur im weiteren Umkreis der Trottheide und ließen von unseren Mitgliedern ein Meinungsumfrageformular ausfüllen. Wenn Du, lieber Leser und liebe Leserin, Dich dazu auf unserem Kontaktformular äußern möchtest, würde uns das freuen. Siehst Du von der Tonstichlandschaft bis zum Wentowsee weitere wichtige Aufgaben, für die Du selbst Dich gerne einsetzen würdest? Teile es uns mit!


Untersuchung zur Gefährdungsabschätzung ist noch nicht abgeschlossen

Die wissenschaftliche Untersuchung zur Gefährdungsabschätzung des Tontagebaurestlochs Trottheide ist noch nicht ganz abgeschlossen. – Noch einmal müssen Passivsammler in den See gesetzt werden. Nach der Bürgerversammlung am Montag, 11.06.18, beschlossen unsere Mitglieder in einer nachfolgenden MV, die 2017 im Trottheidesee verloren gegangenen drei Passivsammler an den entsprechenden Positionen im kommenden Jahr erneut einsetzen zu lassen. Es handelt sich um den oberen und den unteren Sammler der Position 4 und den unteren der Position 11. Ihre offenbar zu dünnen Metallseile, mit denen sie die Monate Juni, Juli und August 2017 im Wasser an den Bojen befestigt waren, waren durchgerostet und abgerissen gewesen. Somit haben sich auch die Behältnisse gelöst und ihre enthaltenen Passivsammlerfolien waren unbrauchbar geworden. Inzwischen sind seitens unseres Vorstands Gespräche mit dem Präsidenten des Bergamts (Thiem) und verschiedenen Bergamtsmitarbeitern und vor allem mit Dr. Albrecht Paschke vom Umweltforschungszentrum in Leipzig gelaufen, um den MV-Beschluss zu realisieren. Wir werden weiter informieren.

 


Der naturkundliche Ausflug 2018

Am Samstag, dem 25.08.18, trafen wir uns um 8.40 Uhr am Parkplatz Trottheide und fuhren mit dem Bus nach Feldberg zum Schiffsanleger. Die Sonne schien diesen Tag nicht mehr so heiß wie an den Tagen zuvor. Für die nächsten zweieinhalb Stunden auf dem Elektroschiff Lisabelle, das wir mit 29 Personen voll besetzten, war das sehr angenehm. Unser Kapitän war gleichzeitig der Schiffseigner und fuhr uns vom Kleinen und Großen Haussee um die Halbinsel Amtswerder herum in den Breiten Luzin. Hier erwartete uns schon eine stolze Schwanenfamilie, die uns nach einer Toastbrotmahlzeit passieren ließ. Um dann durch die Untiefen eines Tunnels vom „Langen Hals“ in den wesentlichen Teil des Schmalen Luzins zu gelangen, musste die Hälfte unserer Gruppe aussteigen und ein kleines Stück am Alten Zollhaus zu Fuß zurücklegen. Die Weiterfahrt auf dem Schmalen Luzin war traumhaft, das Wasser kristallklar und durch den Kalksteinuntergrund türkisfarben. Bis nach Carwitz kamen wir und wurden durch den Kapitän über die von der Eiszeit geformte Landschaft und ihre Tierwelt bestens unterrichtet und mit viel Witz gut unterhalten. – Wieder an Land brachte uns der Bus zum Mecklenburgischen Fischstübchen auf dem Amtswerder, wo das zuvor bestellte Essen – die meisten wählten natürlich Fischgerichte – schnell kam. Nur wenige nutzten die übrige Zeit noch für eine kleine Stadtbesichtigung. Einfach Zeit haben, miteinander die neuesten Marienthaler, Trottheide- und andere Neuigkeiten bei einem leckeren Eis oder Bier austauschen, war angesagt. Pünktlich um 16.00 Uhr waren wir dann wieder in Marienthal.


Bürgerversammlung für die Trottheide

Der Trottheideverein lädt alle Bürger von Marienthal und Tornow am Montag, dem 11. Juni 2018, um 17.00 Uhr in das Gemeindezentrum in der Marienthaler Dorfstraße 45a ein. Das Gesamtergebnis der wissenschaftlichen Untersuchung des schadstoffbelasteten Tonstichs in der Trottheide liegt jetzt mit der hochinteressanten Gewässeruntersuchung durch Passivsammler vor und soll den Bürgern von Dr. Albrecht Paschke vom Umweltforschungszentrum Leipzig vorgestellt werden. Das Landesbergamt mit Sitz in Cottbus wird die Untersuchungen der letzten Jahre bezüglich der Grundwasserleiter und der See-Wasserproben (genannt „Monitoring“) ausgewertet haben und vorstellen. Aus Dresden wird Dr. Uhlmann als Untersuchungsprojektbeauftragter zugegen sein und den Bürgern die jetzige Gefährdungssituation des Tontagebaurestlochs Trottheide erläutern. Der Verein Trottheide e.V. möchte die Fragen und Ängste der Anwohner aufnehmen und an die Fachleute, insbesondere an die Vertreter des Bergamts, vermitteln, und die Gewässerkontrolle und –verbesserung für die nächsten Jahrzehnte sicher gestellt wissen. Deshalb ist in der Versammlung, zu der auch politische Vertreter eingeladen werden, die Stellungnahme der Tornower und Marienthaler Bürger wichtig. Um ihr Naturschutz- und Vogelschutzgebiet Trottheide und um ihr Brunnen- und Grundwasser geht es. Auf beigefügten Fotos sieht man Wissenschaftler beim Einsetzen von Spezialfolien am 2. Juni 2017, die langfristig wie Fische empfindlich auf Mikroschadstoffe reagieren.
Christian Albroscheit, Vereinsvorstand


So relativ sauber der Trottheidesee ist  – die giftige „Zeitbombe“ ruht im Untergrund

Bereits 2015 war die Gefährdung analysiert worden. Nachgeholt wurden dann im vorigen Jahr die Messungen von Mikroschadstoffen mit Hilfe sogenannter Passivsammler. Das Ergebnis: Weder im Seewasser noch in den Grundwasserleitern über und unter der Tonschicht wurde ein relevantes Schadstoffproblem festgestellt. Wie in anderen Seen auch gibt es lediglich zu viele Nährstoffe, damit mehr Algen und weniger Sauerstoff, und einige chemische Verbindungen, die etwa von Motoröl stammen könnten. 2016 wurden Blaualgen entdeckt. Das Seewasser sei schwach alkalisch und somit „gesund“ für ein Gewässer dieser Art, hieß es. Das könnte eine gute Nachricht sein.
Trotzdem sind die Mitglieder des Vereins Trottheide und die Bürger verärgert. Dabei hat niemand Zweifel an der Kompetenz der Wissenschaftler, die allerdings ihre Zuhörer am Montag mit Fachausdrücken wiederholt überforderten. „Die Strategie des Bergamtes gefällt uns überhaupt nicht“, erklärte Vereinsvorsitzender Christian Albroscheit nach der Sitzung am Montagabend. Warum er dessen Vorgehen als „großen Schummel“ betrachtet? Die Behörde habe zuerst weggesehen, als der Sondermüll abgeladen wurde, dann „überhaupt nicht reagiert“, als noch die Chance gewesen wäre, den Müll herauszuholen.
Über die Umweltkriminalität werde überhaupt nicht gesprochen, so Christian Albroscheit Die vom Bergamt beauftragten oberflächlichen Untersuchungen seien nicht geeignet, die chemische „Zeitbombe“ zu beobachten. Um einschätzen zu können, wann sie „hochgeht“, müsste man mehr in die Tiefe gehen. Dass die dort abgeladenen Krankenhausabfälle und der Klärschlamm krebserregende und erbgutschädigende Stoffe enthalten, ist seit 2006 bekannt. Nach wie vor schmoren 16700 m³ Sondermüll im westlichen Seeboden. Wie lange das Bergamt das Monitoring des Trottheidesees fortführen will, ist hingegen unklar. Die Rede ist mal von zwei, mal von 25 Jahren. „Das alles ist unbefriedigend und hat uns sehr viel Zeit geraubt“, so Christian Albroscheit. Der Verein mit seinen 65 Mitgliedern wird an dem Thema dranbleiben und auch die Politik in die Pflicht nehmen. Unterstützer gibt es bereits. Das alles ist unbefriedigend und hat uns sehr viel Zeit geraubt.

Von Martina Burghardt in Märkische Allgemeine am 13.06.2018


Fakten aus einer Pressemitteilung von 2015

Ein letzter Teil der großen Trottheidesee-Untersuchung auf hohem wissenschaftlichem Niveau geht auf sein hoffentlich gutes Ende zu. Bis Mai 2006 wurde der Trottheide-Tonstich in Marienthal durch kriminelle Einbringung von 21.000 m³ Sondermüll aus teils erbgutschädigenden und krebserregenden Schadstoffen hoch belastet. 4.300 m³ davon wurden durch das bürgerschaftliche Engagement des Trottheide e.V. und nachfolgende behördliche Anordnungen wieder ausgebaut und entsorgt.

Der Rest, 16.700m³ Sondermüll im westlichen Seebodenbereich, stellt nach wie vor eine Gefährdung für den gesamten See dar, der deswegen noch jahrzehntelang mit einem Monitoringprogramm kontrolliert werden muss. Die vom Trottheide e.V. eingeforderte aufwändige wissenschaftliche Gefährdungsanalyse wurde 2015 durchgeführt und die Ergebnisse im letzten Jahr vorgestellt und auf etwa 300 Seiten dokumentiert. Was an der Untersuchung fehl lief und derzeit nachgeholt wird, ist die Einbringung und Untersuchung von so genannten „Passivsammlern“. Drei Monate lang sollen spezielle Folien („Polymermaterial“) in wasserdurchlässigen Behältern biologisch hochempfindlich auf Mikroschadstoffe im Wasser reagieren und entsprechend angereichert werden. Am 2. Juni waren diese an 4 Positionen im See und in unterschiedlichen Höhen befestigt worden. Diesen Freitag früh, 1.September, werden die wie Katalysatoren aussehenden Behältnisse durch Mitarbeiter des LWU Bad Liebenwerda und des Instituts für Wasser und Boden in Dresden wieder mit dem Boot eingesammelt, und die Passivsammler dann anschließend zunächst eingefroren. In Laboren des Umweltforschungszentrum Leipzig werden sie dann im Oktober-November durch Dr. Paschke und Mitarbeiter analysiert. Der Trottheideverein wird Anfang nächsten Jahres dann öffentlich einladen, damit die Marienthaler und Tornower das Ergebnis mitbekommen können und über die Zukunft des Tontagebaurestlochs Trottheide sprechen können.

Christian Albroscheit, Vorsitzender Trottheide e.V.



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