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TROTTHEIDE e.V.


"See unter Beobachtung"   MAZ am 02.08.2019

Wissenschaftler untersuchen, welche Schadstoffe den Trottheidesee belasten – neue Proben werden analysiert – die Passivsammler sind ausgetauscht

Von Martina Burghardt

Marienthal: Der Trottheidesee steht weiter unter Beobachtung. Der nach wie vor auf dem Seeboden im westlichen Teil des Tontagebaurestlochs lagernde Sondermüll stellt eine Gefahr dar. Deshalb hat das Landesbergamt (LBGR) die Kontrolle des Seewassers und der Grundwasserleiter veranlasst. Die Spezial- und Bergbau-Servicegesellschaft Lauchhammer (SGL) ist für das Monitoring zuständig und nimmt regelmäßig Wasserproben.

Bernd Hesse vom Landesbergamt war bei der zwei Tage dauernden Aktion in dieser Woche dabei. Ebenso Albrecht Paschke vom Umweltforschungszentrum Leipzig (UFZ), der die im Mai eingesetzten Passivsammler, die Aufschluss über die Verunreinigung durch die illegalen Müllablagerungen geben sollen, sicherte. Vertreter der Bürgerinitiative Trottheide verfolgten die Aktion vor Ort.

Insgesamt sieben Passivsammler aus hochempfindlichem Polymermaterial waren an drei Stellen mit Hilfe von Bojen und Ankersteinen für drei Monate im Wasser versenkt worden. Sie wurden durch neue ersetzt, die nun erneut drei Monate im See bleiben und anschließend analysiert werden. Auf diese Weise will man herausfinden, welche giftigen Stoffe sich im Wasser befinden und wie sie sich auf die dort lebenden Organismen auswirken.

Neben dem Sondermüll, der bis zum Jahr 2006 am Seeufer abgelagert und erst teilweise entsorgt worden ist, liegen am Grund des Sees noch 4500 Kubikmeter teils giftiger Abfall. Die Bürgerinitiative Trottheide hatte sich dafür eingesetzt, dass die ersten fehlerhaften Untersuchungen wiederholt werden. „Wir sind sehr zufrieden“, so Christian Albroscheit vom Verein Trottheide. Allerdings gehe man davon aus, dass das Monitoring – die Kontrolle des Seewassers und der Grundwasserleiter – noch Jahrzehnte fortgeführt werden muss.

Einen klaren Ausstiegsplan, wann die Grube aufgegeben werden kann und der Eigentümer die Messungen fortführt, gibt es allerdings noch nicht. Ende Oktober, Anfang November wird es den nächsten Termin am Trottheidesee geben. Auch dann werden die Mitglieder des Vereins Trottheide dabei sein.

Mit den Ergebnissen der Analyse ist Ende dieses Anfang nächsten Jahres zu rechnen. Vorgestellt werden sie im Frühjahr 2020. Wie Christian Albroscheit berichtet, will der Verein dann wieder zu einer Bürgerversammlung einladen.

Bild: Trottheide e.V.

Auf dem bauen Deckel unten in weiß: neue Passivfilter

Auf der Kühlbox oben die gerade entnommenen Passivfilter (tief braun)


"Trottheidesee weiter unter Beobachtung" MAZ am 02.05.2019
 
 
Passivsammler von Wissenschaftlern im See versenkt – Bürgerinitiative ist froh über die Fortsetzung der Untersuchungen

Von Martina Burghardt

Mitglieder der Bürgerinitiative Trottheide waren vor Ort und beobachten die Aktion der Fachleute. Fotos: privat

Marienthal.  In den Trottheidesee sind in dieser Woche erneut Passivsammler gesetzt worden, um die Schadstoffbelastung, unter anderem durch den jahrelang illegal abgekippten Müll, zu erfassen. Es ist der dritte Versuch.

Die große Messaktion im Westsee der Trottheide liegt schon vier Jahre zurück. Die vom Landesbergamt beauftragte Untersuchung musste wiederholt werden. Die Passivsammler, mit deren Hilfe die Mikroschadstoffe nachgewiesen werden sollten, waren ungeeignet. Auch der zweite Versuch im Jahr 2017 scheiterte, weil Sammelbehälter verloren gingen.

Nun hat die Firma Spezial- und Bergbau-Servicegesellschaft Lauchhammer (SGL) gemeinsam mit Albrecht Paschke vom Umweltforschungszentrum Leipzig erneut Passivsammler im See versenkt. Bei der Gelegenheit wurden im Zuge des mit der Bürgerinitiative Trottheide abgestimmten langjährigen Monitoringprogramms Grund- und Seewasserproben entnommen.

„Mit dem wiederholten Passivsammlereinsatz über die Sommermonate wird der Forderung unseres Vereins entsprochen“, so Vereinsvorsitzender Christian Albroscheit, „die 2017 an elementar wichtigen Positionen verloren gegangenen Behältnisse mit Passivsammlern erneut in den See einzubringen, um letztendlich sichere Aussagen über die Gefährdung der Natur im Tontagebaurestloch Trottheide zu erhalten.“

Vereinsmitglieder waren am Donnerstag vor Ort, um die Aktion zu beobachten. Diesmal sind die Passivsammler in einem Drahtgeflecht an Bojen befestigt und mit Hilfe eines elektrisch angetriebenen Bootes im See verteilt worden. Es sollten keine Treibstoffdämpfe das Messergebnis beeinflussen.

Die Passivsammler bleiben exakt drei Monate im Wasser. Anschließend wird die Messung wiederholt, ebenfalls für drei Monate. „Wir hoffen, dass man so herausfindet , welche Dinge die Natur stören“, so Christian Albroscheit.

Mit der vor einem Jahr vorgestellten Analyse waren die Vereinsmitglieder unzufrieden, weil die Untersuchung des Tontagebaurestloches nicht in die Tiefe ging. Trotz allem ist Christian Albroscheit froh, dass der See weiter unter Beobachtung steht.

Die Bürgerinitiative, in der sich überwiegend Einwohner aus Tornow und Marienthal zusammengeschlossen haben, hat seit zwei Monaten eine neue Internetpräsenz. Unter www.trottheide.de finden Interessierte weitere Informationen zum Trottheidesee.

Mit Hilfe dieser Passivsammler wird die Schadstoffbelastung erfasst.


Umweltinformationen aus Brandenburg

Brandenburg im Müllrausch?

Der Fall Trottheidestich ist leider kein Einzelfall in Brandenburg. Marienthal mit seinem Trottheidestich reiht sich ein in die Serie gigantischer krimineller Aktionen der Müll- und Entsorgungsunternehmen, die Brandenburg zu einem der TOP Müllplatze gemacht haben.

Hier eine Übersichtskarte vom   Müllparadies    Brandenburg.

Eine sehr beachtliche Recherche der Zukunfstbelastung für die nächsten Generationen:

                                                 Müllrausch


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